Zeit für Zeit


„The day of execution arrived. It occurred in 1837“
– Betreffzeile einer gestrigen Spam-Mail

Kürzlich hast du in der Mathe-Nachhilfe deinem Schützling die Segnungen von Koordinatensystemen nahezubringen versucht, indem du ersten drei Dimensionen erklärt und mit ihm gemutmaßt hast, was wohl die vierte Dimension wäre und wie sie sich mathematisch abbilden ließe. Ihr seid damit sogar ziemlich weit gekommen.

Ein zweiachsiges Koordinatensystem gibt für jeden Punkt die exakte Lage in der Ebene an. Kennt man keine dritte Dimension, könnte man sich vorstellen, dass der Punkt die Spitze eines Stabes ist, die sich, fügte man eine dritte Achse hinzu, unendlich in die Tiefe erstreckt. Aber so denkt ihr nicht, ihr kennt ja die dritte Dimension und in ihr bleibt ein Punkt, der im zweidimensionalen System null Dimensionen hat, auch dann ein nulldimensionaler Punkt, wenn er sich in einem dreiachsigen Koordinatensystem befindet. So ist auch die Mathematik nicht frei von Vorannahmen.

Erweitert man die Ebene um eine dritte Achse, abermals aufgesetzt im rechten Winkel, so kann sich die Fläche auch in die Tiefe erstrecken und einen Körper im Raum bilden.

Erweitert man die Ebene um eine dritte Achse, abermals aufgesetzt im rechten Winkel, so kann sich die Fläche auch in die Tiefe erstrecken und einen Körper im Raum bilden.

Du hast es anschaulich gemacht und die Objekte den Koordinatensystemen angepasst. Mit nur einer Achse gibt es nur Punkte, die sich bestenfalls zu einer Linie verbinden lassen. Erweitert man diese Achse um eine weitere, die im rechten Winkel aufgesetzt wird, so lässt sich bereits eine Fläche in der Ebene beschreiben, weil sich Linien darin zu Flächen ausstrecken können. Erweitert man die Ebene um eine dritte Achse, abermals aufgesetzt im rechten Winkel, so kann sich die Fläche auch in die Tiefe erstrecken und einen Körper im Raum bilden.
In der vierten Dimension müsste nun noch eine Achse im rechten Winkel auf die drei vorhandenen aufgesetzt werden, aber da ist ja kein Platz mehr. Das entspricht der Vorprägung, die keinen Bedarf nach einer weiteren räumlichen Dimension sieht. Viel intuitiver ist euch der Gedanke an eine fiktive oder eine Metaachse, auf der ein unendliches Kontinuum von dreiachsigen Koordinatensystemen aufgefädelt ist. Ein Raum für jeden Moment auf der Zeitachse, die, wenn man ihr folgt, die Veränderung des Raums und der Körper darin zeigt.

Ein Raum für jeden Moment auf der Zeitachse, die, wenn man ihr folgt, die Veränderung des Raums und der Körper darin zeigt.

Die ersten drei Dimensionen auf der Zeitachse: Zwei Punkte des Körpers bewegen sich vom Zeitpunkt 0 bis zum Zeitpunkt 4 im Raum, wodurch sich der Körper verändert. Vom Zeitpunkt 3 an bewegt sich zusätzlich der gesamte Körper selbst im Raum. Eine Linie auf der Zeitachse bestünde aus unendlich vielen für sich betrachtet zeitlosen Räumen und würde leicht irreführend „Beobachtungszeitraum“ genannt werden.

Wäre die Zeitachse analog zur ersten Raumachse, wäre sie in beiden Richtungen unendlich und hätte einen willkürlich gesetzten Nullpunkt t0. Auf diesem könnte man eine zweite Zeitachse aufsetzen, wodurch man es in der nun schon fünften Dimension mit Flächen aus Räumen zu verschiedenen zweidimensionalen (!) Zeitpunkten tx/ty in einer Zeitebene zu tun hätte. Zu einem eindimensionalen Zeitpunkt wäre der Raum soundso, in einem zweidimensionalen Zeitpunkt hätte der Raum eine Vielzahl von Räumen „über und unter sich“, die zum gleichen Zeitpunkt anders aussehen. Man könnte sagen: Parallelwelten.
Die Grenzen der Vorstellungskraft zeichnen sich am Horizont ab, erweitert man die Zeitkoordinaten um eine dritte Achse, wodurch der Zeitraum (im tatsächlichen Wortsinne) erschlossen wird, in dem sich Körper aus unendlich vielen zeitgleichen Parallelwelten in Zukunft, Vergangenheit und „Zeittiefe“ erstrecken können, wie auch immer die Zustände in deren Räumen sein mögen. Dies wäre schon eine wahrhafte göttliche Perspektive. Wollte man nun noch in die siebte Dimension vorstoßen, müsste man die dreidimensionalen Zeitsysteme aus dreidimensionalen Raumsystemen auf eine neue Achse auffädeln, die aber vollends unvorstellbar ist. Was soll das Dritte neben Raum und Zeit sein?
Denke stattdessen – wie es sich für jemanden gehört, der seine Jugendbildung hauptsächlich aus „Star Trek – The Next Generation“ hat – an den großkotzigen genius malignus Q, der mit einem pädagogischen Eifer, der an Sadismus grenzt, die Menschen, allen voran Captain Picard, zum Blick über den Tellerrand der linearen Zeit nötigt. Im Serienfinale hat es Picard mit einer Raumzeitanomalie zu tun, die in der Zukunft ausgelöst wird und sich in die Vergangenheit erweitert. Das ist zwar kontraintuitiv, weil der Zeitpfeil strikt nach rechts zeigt in die positive Unendlichkeit, wäre im obigen Modell aber schon mit einem vierdimensionalen System darstellbar; was nun ziemlich simpel ist für ein Wesen wie Q, das sich allem Anschein nach mühelos mindestens im fünfdimensionalen Raum-Zeit-System bewegen kann, sich also alle möglichen Zustände des Universums zu jedem Zeitpunkt angucken kann. Das bedeutet dann auch, dass er in sie eingreifen kann, denn – dies kannst du aus dem Begriff des Umgangs schließen: Was du sehen kannst, kannst du auch verändern.

Tragischerweise guckt die Jugend von heute nicht mehr Star Trek TNG; auf dem Sendeplatz läuft jetzt Barbara Salesch. Dass das Jungvolk ohne die Anleitung eines Captain Picard seinen Weg in die Welt finden muss, erklärt so manches Elend, über das landaus, landein berichtet wird. Deinen Nachhilfeschüler zumindest hat die Sache hinreichend angefixt: Er wird nie wieder einen Graphen in ein Koordinatensystem zeichnen und das ganze für eine rätselhafte Schikane halten, die der bloßen Willkür seines Mathelehrers entsprungen ist. Let me save at least one soul.
Dir wiederum soll dies als Gelegenheit dienen, um Bilanz zu ziehen darüber, was aus dem bislang ontologisch Aufgewiesenen für den Begriff der Zeit folgt.

Zeit im Dasein

Dasein ist die Eigenschaft, nicht im Hier und Jetzt zu sein. Daseiendes ist alles, was du dir durch Vorstellung, Erinnerung, Ableitung usw. gegenwärtig machen kannst. Deine Zeitlichkeit ist unbestritten, fraglich ist, ob und wie sie auf Daseiendes abfärbt, das nur durch dich da ist, genauer: nur dadurch, dass du Umgang damit pflegst.
Dasein scheint unempfindlich gegen Zeitlichkeit zu sein, weil du die Zeitlichkeit, der du unterworfen bist, vom Daseienden subtrahieren kannst.
(Es ist möglich, dass du einer höherdimensionalen Zeitlichkeit unterliegst, von der du nur die erste Achse wahrnimmst und sie auch nur als einen in die Zukunft gerichteten Pfeil. Beobachte und frage dich: Ist es geistige Bequemlichkeit, die dich die Vorstellung von eindimensionaler Zeit so bevorzugen lässt, dass du dir die Vergangenheit ebenso leicht wie Zeitreisen vorstellen kannst, aber die Vorstellung von zeitgleichen Parallelwelten dir merklich schwerer fällt? Eine andere Sache: Das Universum expandiert und je weiter entfernt ein Stern ist, je länger das von ihm ausgesandte Licht also bis zu dir braucht, desto schneller entfernt er sich; wieso ziehst du es vor, dahinter eine beschleunigte Expansion des Raums zu vermuten anstatt den Effekt einer nicht eindimensional linear, sondern zweidimensional gekrümmt verlaufenden Zeit auf das ihm unterworfene Lichtsignal im ebenso ihm unterworfenen Raum?)

Beispiel 1: Die Zeit im Traum
Der Film „Inception“, in dem Industriespione sich in Traumwelten ihrer Zielpersonen hacken, blieb in doppelter Hinsicht hinter den Erwartungen zurück. Der Regisseur Christopher Nolan könnte auch das Telephonbuch von Bottrop zu einem zweistündigen Mindfuck allererste Güteklasse verfilmen. Umso enttäuschender, wie wenig er aus dem Setting einer rein bewusstseinsmäßigen Ontologie gemacht hat und wie weit er hinter dem zurückblieb, was „Matrix“ und „The Cell“ in diesem Bereich vorgelegt haben.
In den Träumen, die den Handlungsort von „Inception“ abgeben, vergeht die Zeit langsamer oder es passiert einfach mehr in kürzerer Zeit. Während fünf Sekunden Tiefschlaf der Zielperson können die Eindringlinge in seinem Traum zehn Minuten an der Supermarktkasse stehen. Dafür, die andere Zeitlichkeit des Traums abbilden zu wollen, verdient der Film kein Lob, wenn er es dermaßen pro forma macht und dem Zuschauer die Brüche erspart, die Traumzeit mit sich bringt.
Ein Augenblick kann im Traum einen völligen Welt-, Personen- und Perspektivwechsel mit sich bringen („Inception“ bildet das mit dem „Traum im Traum“ ab.). Tatsächlich aber springt die Zeit im Traum, um sodann wieder fast zu erstarren. Das Bewusstsein nutzt die Freiheit vom Zeitpfeil, die es im Traum erhält, und du wiederum pflegst im Traum mit im Traum Hierseiendem Umgang auf eine Art, die dir im Wachzustand nicht vergönnt ist, weil das Hierseienden dann ebenso wie du dem strikten Zeitpfeil unterliegt.
Dies wird umso deutlicher beim nächsten Fall.

Beispiel 2: Die Zeit im Schreiben
Eine Geschichte wird erst zu einer Geschichte, wenn sie aus deinem Kopf herauskommt und fixiert wird – ganz gleich, ob auf Papier oder im mündlichen Vortrag. Sie hat sich dabei den Regeln der Sprache zu beugen, um verständlich zu sein, und ist sie erstmal verständlich geäußert, ist sie fixiert: Was getan ist, ist getan; was gesagt ist, ist gesagt. Die Geschichte hat ihre Zeugen und kann im Fortgang nur noch schwer geändert werden. Das ist die große Herausforderung beim Fortsetzungsroman: Haben die Leser einen Charakter zum Beispiel als todkrank kennengelernt, kann er sich nicht plötzlich und unerklärt bester Gesundheit erfreuen. Du wirst schreiben müssen, er habe seine Krankheit nur vorgetäuscht, wofür du Gründe liefern musst, oder du heilst ihn durch ein Wunder – wie auch immer du einen solchen Bruch nach der Fixierung kitten willst: Es wirkt aufgesetzt.
Der Fortsetzungsroman ist dem tatsächlich Verlauf des Lebens näher als der abgeschlossene Roman, auch und besonders bezüglich der Frage des Bruchs nach der Fixierung. Du kennst deine Freunde soundso; wenn sie sich bei der nächsten Begegnung plötzlich ganz anders verhalten als gewohnt oder gar im Widerspruch zu dem Bild, das du dir von ihnen gemacht hast, verlangst du nach einer Erklärung dafür. Schon mit veränderten Essgewohnheiten lässt sich so eine stundenlange Unterhaltung bestreiten.
(Ontologisch ist das nicht gerechtfertigt: Der Freund als Freund, wie du ihn kennst, ist Daseiendes; der Freund, der dir im Hier und Jetzt gegenübersteht, ist Hierseiendes. Nur du bist es, der das Daseiende und Hierseiende für dasselbe hält und dem hierseienden Freund und deinem daseienden Bild von ihm Selbigkeit zuschreibt. Aber dein Leben ist eben nicht reine Ontologie, und das, was mehr als Ontologie ist, verlangt aufgrund dieser Ontologie umso mehr danach, dass der Bruch zwischen Dasein und Hiersein des Freundes mit einer Erklärung gekittet werde.)

Solange die Geschichte noch keine Geschichte ist, solange sie noch nicht fixiert ist, ist sie in einem Werden begriffen, das, weil ihm reines Dasein eignet, freier auch und besonders von Zeitlichkeit ist als jedes Werden, dem Hiersein eignet. Die Entwicklung einer Geschichte in deinem Kopf hat nichts mit irgendeiner anderen Entwicklung gemein, die du im Hier und Jetzt finden könntest. Denn weit mehr noch als im Traum ist im Schreiben die Zeitlichkeit völlig aufgehoben. Wenn du im Verlaufe der Entwicklung einer Geschichte feststellst, dass es besser wäre, wenn eine Figur Vater einer Tochter statt eines Sohnes ist, so ist das für dich als Autor mit einer Leichtigkeit zu bewerkstelligen, die nicht nur ontologisch, sondern auch theologisch ehrfurchterregend ist.
Solange noch kein Wort geschrieben oder gesagt ist, herrscht völliges Chaos in dem Sinne, das alles Daseiende in der Erzählung in all seinen Eigenschaften in jeder Zeitrichtung nicht festgeschrieben ist.
Du bewegst dich beim Schreiben tatsächlich und allmächtig in der fünfdimensionalen Zeitebene. Wenn du allerdings in ihr verbleibst, wird keine Geschichte daraus, denn eine solche muss fixiert sein und das bedeutet ein Opfer der Freiheit: Sie muss sich den Regeln der Sprache, aber auch der Ontologie beugen, um verständlich zu sein.
(Aus diesem Grunde wird auch der „Inception“-Regisseur Nolan vor vielen Mitteln zurückgeschreckt sein, die ihm der Stoff zur Verfügung stellte; leider geriet der Kotau vor der Verständlichkeit wenig elegant. Ein schmaler Grat, auf dem die meisten ambitionierten Autoren ins Straucheln geraten; aber daran zu scheitern ist allemal ehrenvoller, als einen erfolgreichen Krimi nach dem Baukastenprinzip zu fabrizieren, und noch das Ergebnis jenes Scheiterns ist weitaus anregender als das dieses Erfolgs.)

Zeit im Hiersein

Hiersein ist die Eigenschaft, im Hier und Jetzt anwesend zu sein, und so ist es trivial, dass Hierseiendes der Zeitlichkeit unterworfen ist. Ein Hier und Jetzt ohne Zeitlichkeit ist jedoch nicht nur denkbar, du hast es in Form eines Photos vor dir: Die abgebildete Szene ist ein Augenblick, doch das Abgebildete ist nicht Hierseiendes. Der Grund dafür hat nur mittelbar mit der fehlenden Zeitlichkeit im Photo zu tun, denn Hierseiendes zeichnet sich dadurch aus, das es mit anderem Hierseienden Umgang pflegen kann. Umgang jedoch setzt Zeitlichkeit voraus. Umgang als Wahrnehmung beispielsweise ist ohne Zeitlichkeit blind, denn wahrgenommen würde immer nur und unveränderlich dasselbe.

Der Umgang beweist die Zeitlichkeit des Hierseins. Aus deiner für Hierseiendes notwendigen umgehenden Anwesenheit im Hier und Jetzt folgt: Die ontologischen Qualitäten von Hierseiendem (und Daseiendem) kommen diesem nicht an sich sondern durch dich zu. Je größer dein Umgang mit Hierseiendem ist, desto mehr Eigenschaften bringst du an seinem Hiersein hervor: Ausdehnung und Form bedingen Gehalt und Dichte und diese bedingen Gewicht. Gehalt, Dichte und Gewicht sind nachgeordnete Eigenschaften des Hierseins, weil sie einem Hierseienden erst durch Umgang zukommen, der über bloße Beobachtung hinausgeht.
Nun erweist sich die Zeitlichkeit als eine weitere nachgeordnete Eigenschaft von Hierseiendem, die sich ebenfalls im und durch Umgang offenbart.

(1) Dein Körper ist im Hier und Jetzt Hierseiendes.
(2) Es gibt von deinem Körper verschiedenes Hierseiendes als Ganzes im Hier und Jetzt.
(3) Es gibt von deinem Körper verschiedenes Hierseiendes als Teile von Hierseiendem im Hier und Jetzt.
(4) aus (2) und (3) folgend: Die Räumlichkeit (Lage, Position, Ausdehnung, Form, Gehalt, Dichte, Gewicht) von Hierseiendem.
(5) aus (1) und (4) folgend: Der Umgang zwischen Hierseiendem.
(6) aus (4) und (5) folgend: Die Veränderlichkeit von Hierseiendem.
(7) aus (6) folgend: Die Unterscheidung und die Zeitlichkeit von Hierseiendem.

Veränderlichkeit gibt es nur durch Umgang und dieser beweist Zeit, weil alles Hierseiende entweder an diesem oder an jenem Ort ist und dies nie zugleich, sondern nacheinander. Erst dieses Nacheinander des stetig voranschreitenden Hier und Jetzt veranlasst dich, aus Hierseiendem ein Daseiendes zu machen: Die hierseiende Katze hinterlässt, indem sie das Ufer entlanggeht, die daseiende Katze, die gerade eben noch auf dem Stein saß.

Das Hier ist immer voranschreitendes Hier und Jetzt. Ein Hier, das nicht mehr (oder noch nicht) ist, wird zum Da. Was darin Hierseiendes war, wird durch deinen erinnernden Umgang Daseiendes. Ohne Raum kein Hier, ohne Zeit kein Jetzt.
Selbst im Traumzustand gilt stets irgendeine Art von Zeitlichkeit; im Traume findest du ebenfalls ein Hier und Jetzt vor – und alles, was dir begegnet, ist im Traume Hierseiendes. (Es wird ja erst nach dem Erwachen zum Daseienden eines geträumte Da.) Es spielt also für die Existenz von Zeit keine Rolle, ob du träumst oder wach bist, ob du von Hierseiendem umgeben oder dein Körper das einzige Hierseiende weit und breit ist: Wo immer Hierseiendes als Hierseiendes ist, ist auch Zeit gegeben. Über die Art und den Verlauf der Zeit ist damit jedoch noch nichts gesagt.

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