Britischer Filmabend


Zwei rehäugige Sekretärin treten eine neue Stelle an und müssen sich beim Diktat bewähren. Die eine wählt den falschen Zeilenabstand und wird von ihrem mit Scotch-Frühstück im Bett liegenden Chef zur Minna gemacht, während die andere vor Aufregung nur Buchstabensalat in die Maschine hämmert, worauf ihr Chef – ein wassertrinkender Vegetarier in akkurater Uniform – beim Blick über ihre Schulter ermutigend vorschlägt: „Ich würde sagen, das machen wir gleich nochmal!“

Der eine Chef ist Churchill, der andere Hitler, und warum die Eröffnungsszene von „The Darkest Hour“ (2017) so offensichtlich auf die von „Der Untergang“ (2004) anspielt, kann kein Zufall sein und muss darum Rätsel bleiben.


Ohne Frage dagegen kann man sich inzwischen einen schönen Filmeabend über Großbritanniens Zenit als Großmacht bereiten:

  1. The King’s Speech (2010), um zu verstehen, warum der König so bedächtig spricht.
  2. The Darkest Hour (2017), um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie ein gutes Vorbild (Churchill) Jahrzehnte später zu einer vernichtenden Entscheidung (Brexit) führen mag.
  3. Dunkirk (2017), um zu sehen, wie die Evakuierung der britischen Armee ausgegangen ist.

 

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