Terror der unseren und Terror der anderen


Demnächst geht wohl diese EM los, alles in Uniform und Trikot ist mobilisiert und nun bietet die französische Regierung auch eine „App für Smartphones an, die sofort über Anschläge berichtet und davor warnt“ (Deutschlandfunk). Da steigt die Stimmung!

Nun stelle man sich mal vor, ein 25-jähriger wird mit fünf Sturmgewehren, 125 kg Sprengstoff und Raketenwerfern aufgegriffen, in seiner Bude wird ein Hemd mit dem IS-Logo gefunden und alles weist darauf hin, dass er während der EM Anschläge geplant hatte. Da wäre was los gewesen!

War aber nicht. Vielmehr handelt es sich bei dem 25-jährigen Rinderbesamer Grégoire M. aus Lothringen, der dem ukrainischen Geheimdienst in die Falle ging, anscheinend um einen Rechtsextremisten. Und was die so vorhaben, gilt bekanntlich nicht als „Angriff auf unsere Weise zu leben“ bzw. als einer „gegen die gesamte zivilisierte Welt“.

Katharina Nocun fragt darum vorgestern zu Recht:

Die Meldung der Festnahme machte ihre Ehrenrunde und das war’s. Der ukrainische Geheimdienst zeigt seinen Fang stolz auf Youtube:

…und es bleiben ja wahrlich Fragen offen, die zur Klick-Panik in der angespannten Situation einladen, etwa die, ob der mutmaßliche Rechtsterrorist vorhatte, alle fünf Kalaschnikows alleine zu benutzen oder ob irgendwo in Frankreich noch mindestens vier andere junge Männer sitzen, die die Fahndungsbehörden im Nacken und damit erst recht nichts mehr zu verlieren haben.

 

Um nicht in den Chor der Lügenpresse-Schreiern einzustimmen, willst du mal vermuten, beim Schweigen im Walde handele es sich um Ausdruck der Sorgfaltspflicht, die so gerne über Bord geworfen wird, wenn „der Flüchtling“ ohne Fahrschein in der Tram erwischt wird und damit eine ganze Nation, nein: einen ganzen Kontinent frech herausfordert.

Der aktuellen BKA-Bericht über die Kriminalität von Zuwanderern soll helfen, „die Diskussion zu versachlichen“, weshalb auch ihm nur geringe Aufmerksamkeit beschieden sein wird.

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