Hades hinterm Deich


Der Weg zum Hades ist kalt und winterlich, rasch erstarren die Beine.
-Aristophanes

Als der Sonnenuntergang anrückte, über den verschneiten Deich gestiefelt zum ersten Spaziergang seit Wochen. Und es ging wirklich durch ein postapokalyptisches Niemandsland: Der Frost hat das Watt in Schollen zerrissen und die Flut hat sie durcheinandergewirbelt. Bizarre Türme aus vereistem Salzwasser und Wattboden erstrecken sich bis zum Horizont.

Auf einen dieser Altäre aus Eis und Dreck rücklings hingelegt und in den trüben Himmel gestarrt, aus dessen Nichts kleine Eisflocken rieselten. Am Meer erhält alles wieder seine rechte Perspektive.

Ein Gedanke zu „Hades hinterm Deich

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